Elf Wanderfahrer:innen, neun Boote – und ein Montagabend wie aus einem Abenteuerroman.
Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns auf den Weg zum Holteyer Hafen in Steele, unserem scherzhaft so genannten „Orinoko“. Die Sonne glitzerte so hell auf dem Wasser, dass wir die Augen zusammenkneifen mussten, um Kurs zu halten.
An der alten Steeler Schleuse erwartete uns das erste Hindernis: Die Bootsgasse ist leider außer Betrieb. Doch kein Problem für eine Mannschaft wie die unsere. Gemeinsam wurden die Boote umgetragen – einer packt mit an, der nächste reicht weiter, und schon war das Hindernis überwunden.
Hinter einer historischen Steinbrücke aber änderte sich die Welt. Ein Rundbogen öffnete den Weg in eine stille, grüne Zauberlandschaft. Mildes, indirektes Licht lag auf dem Wasser, Seerosen breiteten sich aus, Graureiher standen reglos am Ufer. Ein Kormoran stob auf, als unsere Boote näher kamen. Tief hingen die Zweige über dem Wasser, und wir schlängelten uns bedächtig zwischen ihnen hindurch in das alte Hafenbecken.
Auf dem Rückweg wurde der Himmel langsam dunkler. Die Sonne verabschiedete sich mit einem letzten roten Leuchten, das über dem Vereinsgelände lag, als wir dort zufrieden anlandeten.
Ein Montagabend auf der Ruhr. Fast wie eine Reise in eine andere Welt.


