Archiv der Kategorie: Kanufreizeitsport

Übernachtungstour auf der Ruhr

Vier Paddlerinnen und ein Paddler des Linden-Dahlhauser Kanu-Club 1927 e. V. mach­ten sich bei traum­haf­tem Wetter zu einer sport­li­chen Übernachtungsfahrt auf der Ruhr auf den Weg. Startpunkt der Tour war Herdecke. Schon beim Beladen der Boote wur­de klar: Für eine mehr­tä­gi­ge Fahrt mit Zelt, Schlafsäcken, Isomatten, Wechselkleidung und Verpflegung braucht es nicht nur gute Laune, son­dern auch eini­ges an Organisationstalent. Erstaunlich, was sich alles in einem voll­ge­pack­ten Wanderboot unter­brin­gen lässt.

Die Ruhr zeig­te sich von ihrer schöns­ten Seite: Sonnenschein, ange­neh­me Temperaturen und bes­te Bedingungen sorg­ten für per­fek­te Stimmung auf dem Wasser. Nach einem lan­gen Paddeltag wur­de das Nachtlager beim Ski- und Wassersportverein Witten Bommern auf­ge­schla­gen. Zwischen Booten, Packsäcken und Zelten ent­stand schnell die beson­de­re Atmosphäre, die Übernachtungsfahrten aus­macht. Gemeinsam kochen, zusam­men­sit­zen und den Tag direkt am Wasser aus­klin­gen las­sen – bes­ser kann ein Paddelwochenende kaum aussehen.

Auch sport­lich hat­te die Tour eini­ges zu bie­ten. Mit voll bela­de­nen Booten wur­den eini­ge Kilometer auf der Ruhr zurück­ge­legt. Zusätzlich ver­lang­te die Umtrage an der Baustelle am Hardensteiner Wehr der Gruppe noch ein­mal ordent­lich Einsatz ab. Boote und Gepäck muss­ten über die beschwer­li­che Passage trans­por­tiert wer­den – eine Aufgabe, die Kraft, Ausdauer und Teamarbeit erforderte.

Unterhalb des Kemnader Sees wur­de die Gruppe schließ­lich noch grö­ßer: Fünf wei­te­re Paddler:innen stie­ßen dazu und sorg­ten für noch mehr gute Stimmung auf dem Wasser. Gemeinsam ging es wei­ter Richtung Heimat, wo die Fahrt beim LDKC einen gemüt­li­chen Abschluss fand – natür­lich mit Kaffee und Kuchen am Bootshaus.

Eine rund­um gelun­ge­ne Tour mit sport­li­cher Herausforderung, som­mer­li­cher Ruhrkulisse und genau der beson­de­ren Gemeinschaft, die den Wandersport ausmacht.

Training an der Hattinger Bootsgasse

Fünf Paddler:innen, wech­seln­de Boote und unzäh­li­ge Fahrten durch die Gasse – unse­re Trainingseinheit an der Hattinger Bootsgasse hat­te alles, was ein gutes Wildwassertraining ausmacht.

Bei idea­len Bedingungen haben wir uns inten­siv mit Linienwahl, Bootskontrolle und sau­be­rer Technik beschäf­tigt. Statt „ein­mal run­ter und gut“ hieß es: wie­der hoch, neu anset­zen, bes­ser machen. Genau die­se Wiederholungen brin­gen den Unterschied – und davon gab es reichlich.

Für zusätz­li­che Würze sorg­te der regel­mä­ßi­ge Wechsel der Boote. Wildwasser-Kajak, Wildwasser-Canadier und Langboot ver­lang­ten jeweils eine ande­re Herangehensweise und haben den Blick für Bewegung im Wasser noch ein­mal geschärft. Was eben noch selbst­ver­ständ­lich war, muss­te im nächs­ten Boot neu gedacht wer­den – ein per­fek­tes Training für Gefühl und Verständnis.

Natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz: gegen­sei­ti­ge Tipps auf dem Wasser, gemein­sa­mes Lachen nach miss­glück­ten Linien und die klei­nen Erfolgsmomente, wenn es plötz­lich „klick“ macht.

Am Ende bleibt eine inten­si­ve und rund­um gelun­ge­ne Einheit – und die Gewissheit: Da geht noch mehr.

Indian Summer auf der Werse

Angelmodde – KVM – Angelmodde, 19. Oktober 2025
Ein gol­de­ner Oktobersonntag, wie er im Buche steht: sie­ben Menschen zwi­schen 2½ und 69 Jahren mach­ten sich mit vier Kanadiern auf den Weg, um den Indian Summer auf der Werse zu erleben.

Von Angelmodde ging es zunächst strom­ab­wärts Richtung Kanu-Verein Münster. Das Wasser glit­zer­te in der Sonne, die Bäume leuch­te­ten in allen Schattierungen von Gelb bis Rot, und jedes Paddelblatt schien einen klei­nen Wirbel aus Herbstfarben zu zie­hen. In die­ser fast laut­lo­sen Stimmung, beglei­tet vom Rascheln der Blätter und dem sanf­ten Plätschern des Wassers, glit­ten die Boote gemäch­lich dahin.
Besondere Highlights waren der Eisvogel, der blitz­schnell über die Werse schoss – ein kur­zer, schil­lern­der Moment, der alle inne­hal­ten ließ, die Eichhörnchen, die eif­rig ihre Wintervorräte anleg­ten und die Bussarde, die sich in der kla­ren Herbstluft im Sonnenlicht nach oben schraubten.

Am Gelände des KVM wur­den die Boote an Land gezo­gen und das mit­ge­brach­te Picknick aus­ge­packt: Tee dampf­te in Bechern, dazu gab es Waffeln und herz­haf­te Bratlinge – ein Genuss in der kla­ren Herbstluft. Während die Erwachsenen plau­der­ten und die Sonne genos­sen, blieb der jüngs­te Mitpaddler natür­lich gut behü­tet in Reichweite – das Ufer war schließ­lich eben­so span­nend wie das Wasser selbst.

Ein herz­li­ches Dankeschön gilt dem Kanu-Verein Münster für sei­ne freund­li­che Gastfreundschaft – es war schön, dort zu verweilen.

Gestärkt und mit vie­len schö­nen Eindrücken im Gepäck ging es anschlie­ßend strom­auf­wärts zurück nach Angelmodde. Das Licht wur­de wei­cher, die Spiegelungen auf dem Wasser inten­si­ver, und über allem lag die­se beson­de­re Ruhe, die nur ein Herbsttag am Fluss schen­ken kann.
Ein rund­um gelun­ge­ner Tag – ruhig, far­ben­präch­tig und vol­ler Wärme.

Spontanes Schnupperpaddeln beim LDKC

Ein Sonntag auf dem Wasser – Drachenboot und Kajak für Neugierige
Am ver­gan­ge­nen Sonntag herrsch­te wie­der reger Betrieb beim LDKC: Kurzentschlossen luden wir inter­es­sier­te Besucher:innen zu einem Schnupperpaddeln auf der Ruhr ein. Unterstützt von enga­gier­ten Mitgliedern unse­rer Wandersportgruppe und Drachenbootabteilung erhiel­ten die Teilnehmenden einen viel­sei­ti­gen Einblick in den Kanusport.
 
Den Auftakt mach­te eine gemein­sa­me Runde im Drachenboot. Nach einer kur­zen Einführung hieß es: „Are you rea­dy – Attention – Go!“ Mit viel Spaß und Teamgeist pad­del­ten sich die Schnupperpaddler:innen im Takt vor­an und spür­ten die Dynamik und Kraft des Teamsports auf dem Wasser. Die Begeisterung war sofort spür­bar – vie­le zum ers­ten Mal, aber mit ech­tem Drachenboot-Feeling.
 
Anschließend wech­sel­ten die Teilnehmenden in klei­ne­re Boote: In Kajaks ging es vom Dahlhauser Wehr bis zum Horster Wehr und wie­der zurück – beglei­tet von Tipps, Hilfestellung und jeder Menge Austausch mit den erfah­re­nen LDKC-Mitgliedern.
 
Die Mischung aus Team- und Einzelerlebnis kam her­vor­ra­gend an – vie­le waren über­rascht, wie viel­sei­tig und zugäng­lich der Paddelsport ist. Ob sport­lich oder ent­spannt – jede:r fand sei­nen Rhythmus auf dem Wasser.
 
Solche Aktionen machen wir immer wie­der ger­ne. Wenn ihr also Lust habt, uns ken­nen­zu­ler­nen, so mel­det Euch bei uns.
 
Ein herz­li­ches Dankeschön an alle Helfer:innen, die die­sen Nachmittag mög­lich gemacht haben. Wir freu­en uns auf neue Gesichter bei unse­ren nächs­ten Trainings und Fahrten!
 

Kajakurlaub in Berlin-Heiligensee

Natur, Paddeln und Gemeinschaft – LDKC unterwegs in Berlin

Einige Paddler:innen des LDKC unter­nah­men im Juni einen abwechs­lungs­rei­chen Kajakurlaub in Berlin-Heiligensee. Ziel war der Heiligensee Kanu-Club (HKC), des­sen ruhig gele­ge­nes Vereinsgelände am Nieder Neuendorfer See idea­le Bedingungen für erhol­sa­me Tage inmit­ten der Natur bot.

Der gast­freund­li­che Verein beein­druck­te mit star­kem Teamgeist und einer herz­li­chen Aufnahme. Bereits zur Sommersonnenwendfeier fühl­ten wir uns fast wie Mitglieder des HKC.

Gemeinsam mit den Berliner Gastgeber:innen pad­del­ten wir sowohl mit unse­ren eige­nen Kajaks als auch im ver­eins­ei­ge­nen 6er-Outrigger auf abwechs­lungs­rei­chen und unver­gess­li­chen Touren durch die natur­ver­bun­de­ne Umgebung.

Ein beson­de­res Highlight war die Fahrt durch den Großen Graben, wo sich uns ein beein­dru­cken­des Naturerlebnis bot: eine arten­rei­che Flora und Fauna, zahl­rei­che Wasser- und Uferbewohner wie Biber und Nutria, Totholz als Lebensraum und eine bun­te Vogelwelt – vom Eisvogel über die Mandarinente bis hin zum Seeadler über dem Seddinsee. Die Tour über den Havelkanal bis zur Schleuse Spandau begeis­ter­te mit ihrem viel­fäl­ti­gen Uferbewuchs.

Dank der guten Anbindung des HKC an den öffent­li­chen Nahverkehr waren auch kul­tu­rel­le Ausflüge pro­blem­los mög­lich. So besuch­ten wir unter ande­rem das Brandenburger Tor, den Alexanderplatz, den Berliner Dom und die Friedenssäule – inklu­si­ve einer stim­mungs­vol­len Schifffahrt auf der Spree durch die Berliner Innenstadt.

Unser Fazit: Ein gelun­ge­ner Mix aus sport­li­cher AktivitätNaturerlebnis und kul­tu­rel­ler Entdeckung – getra­gen von einem star­ken Gemeinschaftsgefühl und vie­len schö­nen Momenten auf und neben dem Wasser.

Ein herz­li­cher Dank an den HKC, der wie­der ein­mal bewie­sen hat, was es heißt: „Kanufahren ver­bin­det.“