15 Sportler und 1 Steuermann überzeugten bei den Landesmeisterschaften NRW 2015

2 Landesmeistertitel — 11 Vize-Landesmeistertitel — 3 Dritte Plätze — 29 Finalbeteiligungen — 1 LDKC-Premiere

Mit einem Aufgebot von 15 Sportlern trat der LDKC bei der dies­jäh­ri­gen NRW Landesmeisterschaft + German Masters 2015 vom 19. bis 21. Juni in Duisburg an. Trotz Fehlen des Top-Athleten Nico Pickert - er befin­det sich im Trainingslager der Deutschen Nationalmannschaft zur Vorbereitung auf die anste­hen­de EM 2015 - und krank­heits­be­ding­ter Ausfälle wei­te­rer Spitzensportler konn­te das Team rund um das Trainertrio Mathias Kremer, Tomasz Wylenzek und Svenja Schade über­zeu­gen. 29 Finalbeteiligungen waren das Ergebnis nach einem wit­te­rungs­be­ding­ten nas­sen und küh­len Wochenende.

Wie auf den bis­he­ri­gen Regatten des Jahres 2015 zeig­te Jan Finkenberg auch in Duisburg sei­ne Qualitäten und stell­te erneut unter Beweis, dass er fol­ge­rich­tig zum Favoritenkreis für zukünf­ti­ge Titel gehört. Mit sei­nem Sieg im Finale des C1-Rennen der Herren Junioren über 1.000 m und sei­nem 2. Platz im Sprintrennen C1 Herren Junioren über 200 m, sicher­te er sich sowohl einen Landesmeister-Titel als auch die Vize-Landesmeisterschaft.

Überraschen konn­te die Canadier-Fahrerin Hannah Höhmann, die sich im Finale C1 über 200 m (Damen Jugend) unan­ge­foch­ten bei ihrer ers­ten Regatta den Landesmeistertitel sicher­te. Trotz Trainingsrückstand konn­te auch Sophie Fleisgarten über­zeu­gen - in zwei sehr knap­pen Endläufen, konn­te die Canadier-Fahrerin sich die Vize-Landesmeistertitel bei den C1 Damen LK sowie C1 Damen Junioren über 200 m versilbern.

Nach län­ge­rer Abstinenz vom Kanurennsport kehr­te Steven Galeski furi­os zurück. In den Rennen C1 Herren LK über 200 m und 500 m sicher­te sich der Kanut jeweils den Vize-Landesmeistertitel und run­de­te das Regattawochenende mit einem 3. Platz im Rennen C1 Herren LK über 1.000 m ab. Ebenfalls nach län­ge­rer Regatta-Abstinenz konn­te sich Benedikt Steinbrink für alle Finalläufe im C1 Herren LK qua­li­fi­zie­ren. Gemeinsam sicher­ten sich bei­de im C2 Herren LK über 1.000 m den drit­ten Platz.

K4_Herren_WDM2015

Mit Markus Falkenstein, Jan Dierig und Thomas Brandt kehr­ten zudem 3 Kajak-Fahrer auf die Regattabahn zurück. In den hoch­klas­sig mit natio­nal gesetz­ten Fahrern besetz­ten Rennen, reich­te es aller­dings nur zum Erreichen ein­zel­ner Zwischenläufe. Für Erstaunen sorg­ten aller­dings die Kajak-Mannschaftsboote. Sowohl im Rennen K2 Herren LK (Thomas Brandt / Markus Falkenstein) über 1.000 m als auch im Rennen K2 Herren LK (Jan Dierig / Markus Falkenstein) wur­den die Endläufe erreicht. Der K4 Herren fei­er­te für den LDKC Premiere - erst­ma­lig in der Geschichte des LDKC. Mit der Besetzung Thomas Brandt, Jan Dierig, Markus Falkenstein ergänzt mit dem Junioren-Fahrer Piet Fleisgarten ging es in der Leistungsklasse über 1.000 m an den Start und muss­ten sich im Finallauf, ähn­lich den Finalläufen beim K2, den leis­tungs­star­ken und mate­ri­al­tech­nisch bes­se­ren Mannschaftsbooten der KG Essen geschla­gen geben. Der 4. Platz beim K4 ist trotz­dem ein acht­ba­rer Erfolg bei der Premiere.

Neben den gestan­de­nen Leistungssportlern ist ins­be­son­de­re der Nachwuchs des LDKC mit posi­ti­ven Gesamtergebnissen aufgefallen:
Fynn Steiner beleg­te im C1 den 2. Platz und sicher­te sich damit gleich­zei­tig den Vize-Landesmeistertitel bei der männ­li­chen Jugend AK 12 über 1.000 m.
In einem gro­ßen Teilnehmerfeld konn­te sich Lars van den Hövel bei den männ­li­chen Schülern K1 im Kanu-Mehrkampf im obe­ren Drittel mit einem guten Platz 9 (Gesamtergebnis) behaupten.
Positiv zu bewer­ten sind die erreich­ten Finalläufe der Kanuten Paul Hoffstiepel und Carl Sondermann, die bei­de im C1 männ­li­che Jugend über 200 m zwar kei­nen Podesplatz ergat­tern konn­ten, aber zumin­dest die Chance auf eine Teilnahme bei der dies­jäh­ri­gen DM 2015 in München gewahrt haben.

Neben sei­ner Trainertätigkeit hat sich Mathias Kremer eben­falls auf der Regattastrecke aus­ge­zeich­net. Im Rahmen der German Masters  + Landesmeisterschaften konn­te sich der Canadier-Fahrer in den Rennen der C1 Herren Senioren A vier­mal den zwei­ten Platz sichern, so über die Strecken 200 m, 500 m, 1.000 m und 5.000 m. Gemeinsam mit sei­nem Bruder Malte Kremer sicher­te er sich zudem den 3. Platz im C2 Herren Senioren A. In allen Rennen muss­te sich Mathias Kremer, wie im C2 auch, ledig­lich der Mannheimer Konkurrenz geschla­gen geben. Nebenbei bemerkt ist Mathias Kremer auch der Sportler des LDKC mit den meis­ten Wettkampfkilometern.

C8_Mannschaft_WDM2015

Ein beson­de­res Highlight war erneut das Mannschaftsboot C8, das bei der dies­jäh­ri­gen Regatta in der Herren LK über 500 m an den Start ging. Trotz Ausfall wich­ti­ger Canadier-Rennsportler erreich­te der LDKC-C8er im Finale den 2. Platz, hauch­dünn geschla­gen durch das mit männ­li­chen Canadier-Rennsportler top­be­setz­te Boot des KC Wiking. Angefeuert und mit lau­ter Stimme moti­vie­rend trieb der erfah­re­ne Steuermann des LDKC Helmut Kremer die C8-Mannschaft, in der Besetzung Markus Falkenstein, Jan Finkenberg, Sophie Fleisgarten, Steven Galeski, Malte Kremer, Mathias Kremer, Thomas Salewski und Benedikt Steinbrink zur Höchstleistung an und ver­pass­ten ledig­lich mit 0,9 Sekunden Rückstand Platz 1.

C8_Finallauf_WDM2015
0,9 Sekunden fehl­ten den Grünen zum Sieg

Fazit: Eine gelun­ge­ne sport­lich erfolg­rei­che Regatta und die erziel­ten Ergebnisse und Erfolge auf die­ser Westdeutschen Meisterschaft 2015 lässt beim LDKC auf eine posi­ti­ve Zukunft hof­fen. Unglücklich war man ledig­lich über die Entscheidung, dass die Sportler der Junioren-Nationalmannschaft Deutschland für die­se Regatta durch den Verband zwecks Vorbereitung EM und WM gesperrt wur­den. Dies hat vor allem klei­ne­re Vereine in Bedrängnis gebracht, sowohl bei der Meldung für ein­zel­ne Rennen als auch bei der Zusammensetzung der Mannschaftsboote. Der LDKC hät­te mit Sicherheit wei­te­re Landesmeistertitel und vor­de­re Plätze sowohl in den Einzeldisziplinen als auch bei den Mannschaftsdisziplinen bei die­ser für den Westen wich­tigs­ten Regatta errin­gen können.

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